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Hall of Vape oder Hall of Disposables

Aktualisiert: 3. Aug.

Eine Einschätzung zur Messe in Stuttgart.






Die Messe Stuttgart hatte ihre Tore für Hersteller, Händler und Kunden aus dem E-Zigaretten Kosmos wiedereröffnet. Viele Aussteller waren begeistert ihre Kunden endlich wiederzutreffen und auch Kontakte nochmal persönlich zu pflegen. Darüber hinaus war es eine Möglichkeit die neuen Produkte vieler Hersteller kennenzulernen.



Auf der diesjährigen Hall of Vape war der Trend der letzten Monate klar wiederzuerkennen – die Disposables oder auch sogenannte E-Shishas. Der Trend hatte sich schon in den letzten Monaten in Deutschland und Europa verstärkt, aber es war wiederum sehr erstaunlich, wie groß das Angebot an neuen Disposables ist. Scheinbar konzentrieren sich immer mehr Hersteller und Händler auf diese Produktkategorie. Nach der Dubai Vape Show im September letzten Jahres begannen die ersten Unternehmen Disposables im deutschen Markt zu registrieren und zu platzieren. Aufgrund der enormen Erfolge von ELFBAR haben viele Hersteller auch nun ein eigenes Produkt auf der Messe vorgestellt.



Die Disposables scheinen nun endgültig die Tür in den Massenmarkt der Raucher zu öffnen. Durch ansprechende Displays und weniger Beratungsbedarf beim Verkauf sind diese Produkte im Tabakfachhandel und auch im Convenience-Markt eingeschlagen. Die Verkaufszahlen der letzten Monate überstiegen die Werte von klassischen E-Zigaretten oder Pod-Systemen bei weitem. Dazu sind die Margen in diesem Bereich deutlich attraktiver als bei den klassischen Produkten aus dem E-Zigaretten-Segment, wo der Wettbewerb intensiver ist. Für die Branche ist die Produktkategorie Disposables zweifelsohne eine große Chance, um Raucher für die schadstoffärmere Alternative E-Zigarette zu gewinnen. Andererseits werden durch diesen Hype auch zwielichtige Unternehmen angezogen, die der gesamten Branche schaden könnten. Auf E-CIG-Consulting.de hatten wir bereits im Dezember in unserer Analyse auf die Chancen und Risiken von Disposables in hingewiesen.



Leider musste man feststellen, dass der Großteil der Produkte leider immer noch mangelhaft oder auch teilweise komplett falsch gekennzeichnet war. Erfreulicherweise zeigte aber auch die Lebensmittelüberwachung Esslingen starke Präsenz auf der Messe. Die Mitarbeiter kontrollierten insbesondere Disposables und nahmen zahlreiche Proben. An dieser Stelle muss man der Behörde tatsächlich ein großes Lob aussprechen, weil hier eine sehr gute Gelegenheit wahrgenommen wurde viele Hersteller zu kontrollieren und frühzeitig Proben zu nehmen.


Wenn Sie Fragen zur korrekten Kennzeichnung von Disposables oder der Registrierung von E-Zigaretten generell haben, melden Sie sich ganz unverbindlich unter: info@e-cig-consulting.de


Die Eindrücke der Messe in Stuttgart bestätigen in jedem Fall, dass sich die Branche immer weiter in Richtung des Convenience-Marktes bewegt und weg vom klassischen Geschäft. Die Abwesenheit einiger Branchenriesen auf der Messe könnte man auch als Bestätigung der neu gesetzten Prioritäten verstehen. Zusammenfassend kommen nun zwei wichtige Herausforderungen auf den Markt zu:



1) Es wird die Hauptaufgabe der Branche, das Produkt Disposable seriös zu vermarkten. Durch das neue Ausmaß an Aufmerksamkeit ist es sehr relevant dem Jugendschutz gerecht zu werden, damit es keinen Bumerang-Effekt wie bei der Marke Juul gibt.

2) Die Shops müssen in den nächsten Monaten versuchen die neuen Nutzer von Disposables auf nachhaltigere Produkte, wie z.B. Open-Pod-Systeme, durch ihre kompetente Beratung zu leiten. So könnten auch diese vom aktuellen Hype profitieren.


Welchen Impact die Steuer hat und haben wird, werden wir im nächsten Beitrag erörtern.

M.P.

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